im Oktober

Fast 50 Besucher verfolgten den Beiträgen beim plattdeutschen Abend im Bürgerzentrum.

Ein herzliches Dankeschön an Werner Bork, Maria Bußkamp, Ilse Kröll, Dagmar Tenbrock, Ewald Fahrland, Franz Schmeink und Elisabeth Landsmann, die für die unterhaltsamen und lustigen Beiträge gesorgt haben.

„Wej keuert no van dett un datt,
alltieds unse moje Platt.
De Blagen könnt et bold nee mehr,
doch mäk´se uns alltieds Plesier.“

Unter diesem Motto trafen sich Interessierte, Vortragende und Musiker im Bürgerzentrum Biemenhorst. Die Platt-deutsche Muttersprache zu erhalten ist ein Ansinnen vieler hiesiger Heimatvereine.

Da eine Sprache nicht unter Denkmalschutz gestellt, und dadurch erhalten werden kann, muss sie gesprochen werden! Sie lässt sich auch nicht im Museum aufbewahren, höchstens in Zeitungen und Büchern. Es gibt mittlerweile viele davon. Doch das ist zu wenig! Eine Sprache muss gesprochen, ihr Klang und ihre Aussprache müssen gehört werden. Nur so bleibt sie lebendig und kann Neugierde wecken. Nur so können wir jüngere Menschen dafür gewinnen. Wenn all diejenigen, die noch Plattdeutsch sprechen können, es bei jeder Gelegenheit tun, wird sie noch über Jahre oder Jahrzehnte erhalten werden können.

Nur Mut!

 

Et göff völle Zurten van Menzen. Se alle söllt nee bange wäsen, öre Moderspraoke te gebrukken. Te säggen: „Dat kann ek nee,“ iss dumm Tüch. Jede´reene, dänn sik Meute göff, kann Plattdüts lehr´n. Je fäker man Plattdüts keuert, desto bäter klappt et.
Probiert et ut!

 

Watt ek ou sägge: Fraulö un Mannslö,
Blagen, Trabanten un olde Lö,
Biemenhorster un Mussumer, un alle Menzen ut de Bokeltensen Gelächten,
hiesige un wechgetrokkene,
minne un grote,
Schmeerlappen un Dikköppe,

 

rikke un arme,
Freseköttel un Glöjnige,
trurige un plesierige,
Jungs un Maikes,
Bessvader un Bessmoder,
Öhmkes un Täntekes,
et mäk Plesier, plattdüts te keuern.
Un et göff ne masse Spräkwürder, de erhol´n sik lohnt. Bäj Gelägenheit schrief ek dor es denn een of an´nern op.

Mor no noch gau enn Prötken. Off is et ne woare Geschichte?

 

„Ohme Gratz gung düsse Dage in´n Langenbergpark spazier´n. Dor soach he twee Arbeider.
Denn Een graff enn Lokk in´ne Grund, un käk, of´t ok wall groot genuch is.
Dann nehm denn Twäden de Schofel un schmett weer Erde doarin.
Dornao träät de Beiden denn Bodden faste.
„Wat sall dann denn Unsinn?“ röpp Ohme Gratz de beiden Arbeider to.
„Is doch ganz eenfach,“ kräch he do to Antwurd „Wej plannt hier Bööme in. Mor denn Däden van uns, denn de Bööme söss faste hölt, iss van Dage krank!“

 

Liebe Besucher dieser Internetseite,

sollte ich Euer Interesse an der Plattdeutschen Sprache geweckt haben, gibt es im Jahr 2017 den nächsten Plattdeutschen Abend. Diese Einladung geht natürlich auch an alle, die Platt sprechen können, und ich hoffe, dies auch regelmäßig tun.

 

 

Plesierige Kärmisdage,

 

Maria Bußkamp

 

Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Harmoniker Club. 



kurzes Video aus 2016